Autor Thema: Justizfachwirt - Beamter/Beamtin im mittleren Justizdienst  (Gelesen 9466 mal)

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Justizfachwirt - Beamter/Beamtin im mittleren Justizdienst
« am: 13. August 2013, 09:03:51 Vormittag »
Hier der Informationsfilm über den Beruf des Justizfachwirt:
http://www.justizfachwirt.de/index.php/page,page2282.html


Was macht man in diesem Beruf?

Beamte und Beamtinnen im mittleren Justizdienst sind vor allem als Sachbearbeiter/innen für Rechtsangelegenheiten sowie in der Aktenverwaltung tätig. Sie führen Dokumente und Verzeichnisse, z.B. Akten, Register, Geschäfts, Termin und Fristenkalender in Straf und Zivilprozessen und erledigen Verwaltungsaufgaben in Zivil und Strafsachen wie auch in Grundbuch, Register, Nachlass und Konkursangelegenheiten.
Bei Strafsachen führen sie Protokoll und nehmen außerhalb gerichtlicher Verhandlungen Erklärungen von Prozessbeteiligten auf. Beamte und Beamtinnen im mittleren Justizdienst beglaubigen Ausfertigungen und Abschriften von Dokumenten und gerichtlichen Entscheidungen und sorgen für Ladungen und Zustellungen. In der Gerichtskasse bearbeiten sie Kostenangelegenheiten und berechnen Kosten in Rechtsstreitigkeiten oder Entschädigungen für Zeugen, Sachverständige und ehrenamtliche Richter/innen.

Wo arbeitet man?

Beamte und Beamtinnen im mittleren Justizdienst arbeiten insbesondere bei Gerichten und Staatsanwaltschaften.
Verwaltende Aufgaben erledigen sie in Büros. Im Gerichtssaal erstellen sie Verhandlungsprotokolle. Bei der Aktenverwaltung und ‑ablage sind sie in Magazin- Archivräumen tätig.

Worauf kommt es an?
  • Sorgfalt ist wichtig: Beamte und Beamtinnen im mittleren Justizdienst müssen beim Anwenden von Gesetzen und Vorschriften fehlerfrei und genau arbeiten. Außerdem ist Verantwortungsbewusstsein unerlässlich, da Ladungen rechtzeitig erwirkt werden müssen, um den reibungslosen Ablauf von Verhandlungen sicherzustellen.

    Interesse an Deutsch und Mathematik sollte vorhanden sein: Da die Beamten und Beamtinnen den Schriftverkehr erledigen und Protokolle bei Gerichtsverhandlungen führen, sind Sicherheit in Rechtschreibung und gute Kenntnisse in Satzbau und Ausdruck wichtig. Kenntnisse in Mathematik werden benötigt, um z.B. Kosten in Rechtsstreitigkeiten zu ermitteln.

Was verdient man während des Vorbereitungsdienstes?

Die Beamtenanwärter/innen erhalten als Beamte und Beamtinnen auf Widerruf Anwärterbezüge, die ggf. durch Zulagen ergänzt werden.
Der monatliche Anwärtergrundbetrag beträgt in Laufbahnen des mittleren Dienstes € 1.004.

Welcher Schulabschluss wird erwartet?
Für die Ausbildung wird je nach Bundesland ein mittlerer Bildungsabschluss oder der qualifizierende
Hauptschulabschluss vorausgesetzt. Alternativ sind der Hauptschulabschluss (je nach Bundesland
auch Berufsreife, Berufsbildungsreife, Erster allgemeinbildender Schulabschluss) und entweder eine
förderliche abgeschlossene Berufsausbildung oder eine Ausbildung in einem öffentlichrechtlichen
Ausbildungsverhältnis Zugangsvoraussetzungen.
Darüber hinaus müssen die Bewerber/innen die beamtenrechtlichen Voraussetzungen erfüllen und ein
Auswahlverfahren absolvieren. Außerdem dürfen in einzelnen Bundesländern bestehende Höchstaltersgrenzen
nicht überschritten werden.

Quelle: BERUFENET (http://arbeitsagentur.de) — Stand: 03.09.2012
« Letzte Änderung: 25. September 2013, 18:17:48 Nachmittag von Admin »